zum Wiehern

Bojack Horseman, Star der 80/90er Jahre Sitcom Show Horsin‘ Around, hat seine Höhepunkte des Lebens hinter sich. Nachdem seine TV Präsenz abgesetzt wurde verlief sein Leben abseits vom Boulevard, obwohl er in Hollywood lebt. Man erkennt ihn auf der Straße oder in einer Bar, doch wirklichen Ruhm genießt Bojack schon lang nicht mehr. Trotzdem kein Grund für das Verlagshaus Penguin nicht auf eine Autobiographie von ihm zu setzen. Als seine Schreibkünsze jedoch schon von Anfang an keine Zeilen hervorbringen, ermutigen sie ihn einen Ghostwriter einzusetzen.  

Diana Nguyen soll sein Leben aufschreiben, doch wenn jene Person über die man was schreiben soll nichts preis gibt und sich in seinem vergangenen Ruhm und Alkohol vergräbt, dann wird es schwierig. Bojacks Agentin und Geliebte versucht etwas Geld mit ihm zu verdienen. Sein Mitbewohner Todd stellt nur ein Abklatsch eines Freundes dar, um sein einsames Leben zu füllen und Diana ist mit Mr. Peanutbutter zusammen ist, dessen Erfolg auf einer Kopie von Bojack’s Hitshow fungiert. Das Leben des einstigen Stars bekommt eine Wendung, die tragisch, witzig und unterhaltsam ist.

Netflix im Abo zu haben verführt einen auch Shows anzusehen, von denen man zwar hörte, die man aber bis dato links liegen ließ, da man eh kaum mit den Serien der klassischen Sender hinterherkam. Bojack Horseman gehört sogar zu der Kategorie, wo man nur den Namen kannte, nicht jedoch um was es sich überhaupt handelt. Klassischer Griff ins mentale Klo, denn diese Show bietet mit seinem dunklem Humor und Tragik genau jenen Nerv in mir, den die ersten Staffeln von Simpsons oder Family Guy nur kitzelten. Der Reiz an dieser Serie liegt jenseits des Humors, tief in seiner Realsatire und Darbietung.

Man nehme einen abgehalfterten Seriendarsteller, der eine Mischung aus Bill Cosby Show, Two and a half Man und Full House verkörpert und lässt diesen mit seinem vergänglichen Ruhm klar kommen. Nicht einfach wenn Hollywood einen nur mit jener Show von vor fast 20 Jahren in Erinnerung hat und man selbst noch meint, man wäre einer der Sterne am Boulevard. Eine Biographie scheint der einfache Weg wieder in das Gedächtnis der Leute zu gelangen, doch dazu brauch es Hilfe, denn  Bojack Horsemans Leben ist gefüllt vom Ego des Protagonisten.

So ist die Welt in der die Serie spielt fast schon ein überspitzter Abklatsch der Realität. Tiere und Menschen agieren miteinander, es gibt keine Grenze zwischen Spezies und wenn der Chef von Penguin Books auch noch ein Pinguin ist, dann weiß man worauf man sich einlässt. Der Humor ist speziell, nicht immer treffend aber durch die Tragik der Geschichten mehr als nur Zweckmittel, Die Episoden bauen aufeinander auf, die Welt verändert sich durch das Handeln und man bekommt hier keine abgeschlossenen Folgen geboten. Die erste Staffel mit ihren 12 Folgen verging im Flug und das will bei mir was heißen.

Will Arnett mit seiner Stimme passt zum Hauptstar, im deutschen sogar recht gut vertont durch Tobias Kluckert. Aaron Paul als Mitbewohner Todd, Alison Brie als Diana oder Amy Sedaris als Bojacks Agentin Princess Caroline, die Sprecher wissen zu überzeugen, auch wenn Arnett im Rampenlicht steht. Schon allein wenn man das Intro hört bekommt man Lust sich einer weiteren Folge hinzugeben, das Outro steht dem nichts nach und lässt einen die Fernbedienung links liegen lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=rQvIR1oL1vE

Netflix hat mich zu einem BH Fan gemacht, denn diese Serie bietet mir alles!

https://www.youtube.com/watch?v=i1eJMig5Ik4

https://www.youtube.com/watch?v=IqkzCQAGmAU

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